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Tourenregeln

B.U.T. 2005 Das Fahren im Konvoi ist eine Sache für sich und das Motorradfahren selbst schon gefährlich genug. Wer hier auf einige wichtige und nützliche Regeln verzichtet, handelt fahrlässig und verantwortungslos.
Deshalb hier mal ein paar einfache Regeln für die Tour im Konvoi, die kurz und knapp das regeln, was es zu Regeln gibt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. ;)




Selbstdarsteller und Profilierungsneurotiker haben in einem Konvoi nichts zu suchen!
Wer sich an Regeln hält, ist für die Anderen berechenbar und erhöht somit nicht nur die Fahrsicherheit, sondern auch den Fahrspaß der Truppe. Denn die schönste Tour ist ein Alptraum, wenn sie mit einem Unfall endet.
Das gilt übrigens für alle Teilnehmer. Denn auch die nicht am Unfall beteiligten, haben ihn mit ansehen müssen und das ist für niemanden schön. Das wichtigste ist immer, dass wir ALLE auch wieder in einem Stück und mit ganzem Möppi, also heil zu Hause ankommen!

Niemand ist für irgendetwas haftbar zu machen.
Jeder fährt eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko.
Es gilt immer die STVO.
Im Unfallsfall haften die beteiligten Parteien, wie sonst auch.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit dem Ausschluss rechnen.

Hier also die Regeln für eine Tour

Fahren in der Gruppe
Alle Teilnehmer sollten pünktlich mit vollem Tank am Treffpunkt erscheinen. Es ist nicht fair denen gegenüber, die sich die Mühe machen rechtzeitig einzutreffen, um sie dann länger warten zu lassen, während du noch tankst!

Die Vorbereitung
Die Teilnehmer der Gruppe informieren sich über die zu fahrende Route, so dass jeder Teilnehmer grob weiß, welchen Verlauf die zu fahrende Strecke nehmen wird. Der Tourenguide (Streckenführer) informiert über eventuelle Gefahrenstellen, um die Teilnehmer auf die Situation vorzubereiten. Der Tourenguide spricht sich mit den Teilnehmer der Tour ab, so dass diejenigen hinter ihm fahren, die das Motorrad nur bedingt bzw. nicht so gut beherrschen, wie der Rest der Gruppe oder diejenigen hinter ihm fahren, deren Laufleistung und/oder Fahreigenschaft nicht zum Vorteil reichen d.h.:

Der mit der wenigsten Erfahrung und/oder dem schwächsten Bike fährt hinter dem Tourenguide. Weiter nach hinten steigert sich das ganze...

Den Abschluss bildet jemand, der die Gruppe auch beieinander halten kann. Er MUSS zwangsläufig die schnellste Maschine haben oder zumindest eine der schnellsten Maschinen der Teilnehmer insgesamt!

Diese Reihenfolge wird einmal festgelegt und die ganze Tour über eingehalten.


Was ist für den Tourenguide wichtig:
Beschleunigen oder Überholen erst dann, wenn die ganze Gruppe beisammen ist. An der Spitze der Gruppe generell zurückhaltender fahren. Sich den letzten Fahrer bzw. die letzte Maschine einprägen, um die Gruppe auf Vollständigkeit zu prüfen. Nur Warnzeichen geben, wenn die Gefahr für die Nachfolgenden besonders schwer zu erkennen ist. An Haltepunkten den Platz für die ganze Gruppe einplanen.
Tankstops und Pausen einplanen und zuvor absprechen
(---> der kleinste Tank kommt wie weit? <---)

Jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.
Wichtig: Notfalls sogar anhalten, aber ohne den übrigen Verkehr zu behindern. Falls du den Fahrer/-in hinter Dir merklich langsamer werden siehst, lass sie/ihn nicht hinter dir aus den Spiegeln verschwinden. Werde langsamer und behalte sie/ihn im Auge. Falls sie/er ihre/seine Geschwindigkeit nicht wieder aufnimmt, oder anhält, gib deinem Vorausfahrenden (der ebenfalls auf Signale von dir achten sollte) die Lichthupe oder Signalhupe. Er sollte dann genauso seinem Vordermann Lichthupe/Signalhupe geben usw. ....bis zur Spitze der Gruppe.

Auf diese Weise sollte der Tourenguide innerhalb von Sekunden wissen, dass jemand am Schluss der Gruppe Probleme hat und niemand wird zurückgelassen. Es dreht NUR der Tourenguide um, um nach dem Rechten zu sehen, der Rest wartet erst einmal!

Versetzte Fahrweise



Innerhalb der Gruppe wird auf geraden Strecken versetzt gefahren, in Kurven wird die Sicherheitslinie gewählt. Der Tourenguide fährt mittig der Fahrbahn (damit dieser für alle zu sehen ist), der nächste rechts versetzt usw.
Diese "versetzte Fahrweise" hält die Gruppe kurz und so bleibt jeder auch bei Stops in zwei Spuren stehen. Weiterhin gewährleistet es jedem Fahrer ausreichend Raum, um z.B. bei div. kleinen Hindernissen nötige Ausweichmanöver zu fahren, ohne mit seinen "Flügelmann" zusammen zu stoßen. Hier sei noch mal gesagt: Niemals auf gleicher "Höhe" zum Vordermann aufschließen, außer beim Halten!

Unbedingt den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einhalten!

Die gesetzlich vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen werden grundsätzlich eingehalten. Trotzdem kann es nötig sein, dass hinten in der Gruppe schneller gefahren wird als vorne. Die "Schlusslichter" müssen ja immer wieder aufrücken, damit der Verband einigermaßen geschlossen bleibt.

Immer wichtig dabei: Nicht zu großen Abstand in der Kolonne lassen, die hinter euch fahrenden Biker müssen das immer wieder aufholen!


Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird eine Zweierreihe gebildet und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen und die Länge der Gruppe zu verkürzen.

Kniffelig ist das Überholen
Hier liegt viel in der Verantwortung des Leiters, der mangelnde Erfahrung und geringe Motorleistung seiner Nachfolger immer mit berechnen sollte.

Jeder ist für eigene Überholvorgänge selbst verantwortlich!

Überholende wieder einscheren lassen und diesen die Möglichkeit geben einzuscheren. Das heißt, dass der Vorfahrende auch Platz machen muss und z.B. nicht die Geschwindigkeit heruntersetzt, so dass das überholte Fahrzeug auf einmal "aufrutscht" und es dem geraden Überholenden unmöglich macht wieder einzuscheren und seinen Überholvorgang zu beenden. Bei Überholmanövern niemals blind mitziehen, sondern nur der eigenen Einschätzung der Situation folgen.

Achtung: Es gilt absolutes Überholverbot untereinander!
Um in der Gruppe sicher auf der Autobahn oder sonstigen mehrspurigen Straßen zu überholen empfiehlt sich folgende Verfahrensweise:

Der Tourenguide signalisiert den nachfolgenden Fahrern durch seinen linken Blinker, dass er beabsichtigt zu überholen.
Solange der Blinker des Tourenguides blinkt bedeutet das, dass die Gegenfahrbahn noch frei zum Überholen ist!

Auch hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und jeder sollte selbst wissen, ob das Überholen für ihn / sie vertretbar ist!

Besondere Beachtung gilt hier z.B. bei Einmündungen und Grundstückausfahrten!

Pausen und gemeinsame Tankstopps machen.
Pausen machen munter und geben Gelegenheit, die Gruppe zu sammeln, einen Witz zu erzählen oder über den Fahrstil vom Tourenguide zu meckern...

Doch besonders sollten hier Teilnehmer der Gruppe dem Tourenguide eine Rückmeldung geben, ob das Fahrverhalten geeignet ist, gut zu fahren und es den Fahrern Sicherheit vermittelt.

Jeder Fahrer/Jede Fahrerin fährt auch in der Gruppe eigenverantwortlich, dass heißt, dass jeder sich persönlich vor einem Fahrmanöver über die Verkehrssituation vergewissern muss und die Verantwortung für sein Handeln trägt!

Wer sich an diese Regeln hält dürfte bei unseren Touren ein einigermaßen sicheres Gefühl behalten und vor allem eine schöne Tour in Erinnerung haben!

Gruß
Bernd

Submitted by Soeldi on Tuesday, August 16 2005

Tourenregeln

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