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Die Kettenpflege!
Eine gut gepflege Antriebskette hält zwischen 24.000 und 30.000 Kilometern und erspart einem den Austausch des Teuren Kettenktis. Die Pflege der Kette sollte nicht vernachlässigt werden, da eine reißende Kette fast immer zum Sturz führt, der meist entweder tödlich ausgeht oder zumindest schwere Verletzungen mit sich bringt. Gesäubert und Geschmiert werden sollten X-, Y- oder O-Ringketten nur mit hochwertigen und speziell hierfür entwickelten Produkten, da andere Pflegemittel die Fettfüllung in der Kette zerstören. Gute Erfahrungen habe ich hier mit Produkten aus dem Hause Castrol, Sonax oder S100 gemacht.
Insgesamt sollte der Kette alle 1.000 Kilometer Pflege zukommen, bei Regenfahrten ist eine neue Schmierung bereits nach 400 - 500 Kilometern dringend angeraten. Bei jeder Kettenpflege ist auch gleich der Durchhang zu prüfen, und bei Bedarf neu einzustellen.
Benötigt wird:
Schraubenschlüssel, Lappen, Kettenreiniger und Kettenfett; u.u. Hinterradheber
Und so wird es dann gemacht:
Das Motorrad wird auf einen HAuptständer, wenn vorhanden, gestellt, um das Hinterrad zu entlasten. Motorräder, die keinen Hauptständer haben, müssen halt immer weitergeschoben werden oder mit einem Hinterradheber angehoben werden. Zuerst wird die Kette gründlich von Innen und außen mit Kettenreiniger besprüht und mit einem Lappen, auf den ebenfalls Reiniger gehört, abgewischt, bis sie wieder richtig sauber ist. Die Anwendung eines Lappens ist wichtig, weil das bloße besprühen der KEtte nicht ausreichen würde. Nach dem Reinigen der Kette sollte eine Pause von ca. 20 Minuten eingelegt werden, damit das Reinigungsmittel verpuffen kann und das frisch aufgetragene Kettenfett nicht zerfrisst.
Nachdem wir die Pause z.B. damit genutzt haben, genüsslich eine Zigarette durchzuziehen, kann's weiter gehen. Die Kette wird gleichmäßig und nicht zu Dick von der Innenseite mit Kettenspray eingesprüht. Sehr einfach geht das, wenn wir das Motorrad auf dem Hauptständer zünden und den ersten gang vorsichtig kommen lassen. Dadurch dreht sich das Hinterrad und man muss das Fett nur noch aufsprühen. Wichtig ist hierbei, dass man nur auf das Mittelteil der Kette sprühen sollte, bei modernen Ketten ist es nicht mehr notwendig, auch die Gelenke einzusprühen. Auch nach dem Fetten muss eine Pause eingelegt werden, bevor man mit dem Motorrad wieder fahren kann, damit sich das Fett gut zwischen die Gelenke verteilen kann. Modernes Kettenfett ist derart kriechfähig, dass es sich dorthin verteilt, wo es benötigt wird. Nur das dauert halt etwas...
Durchhang einstellen:
ISt es dann soweit, und die Kette hat zuviel Spiel (oder sie sitzt zu stramm), muss der Durchhang eingestellt werden. Auch hierfür entlasten wir das Hinterrad. Mit einem passenden Schrauben- schlüssel lösen wir die Achsschraube des hinterrades, bis wir die mutter locker mit der hand bewegen können. Dann wird die Kette mit Hilfe des Kettenspanners bzw. des Exzenters gespannt oder entlastet. Die verschiedenen Hersteller benutzen hier die verschiedensten möglichkeiten, die Kette spannen zu können - welche grade an der eigenen Maschine vorhanden ist, und wie sie bedient wird, entnimmt man dem Handbuch. Auf jeden Fall wird durch Drehen des Hinterrades und durch Fühlen an der Kette der strammste Punkt herausgesucht, und nach dem Wird die Kette eingestellt. Ziel ist es, die Kette Locker 2 - 3 Zentimeter mit zwei Fingern federn lassen zu können, und zwar mittig am unteren Kettenstrang. Wichtig ist hier, den Exzenter auf beiden Seiten Gleichmäßig zu bedienen, um die Radflucht nicht zu verändern. Zuletzt auf keinen Fall das Festziehen der Achsschraube vergessen !!!
Sehr wichtig ist hier, dass die Kette auf keinen Fall zu stramm angezogen wird (auch nicht bei Rennmaschinen !!), da sonst das Getriebeausgangslager beschädigt oder zerstört wird. Und das wird sehr teuer !!! Weiterhin kann die Kette reißen, wenn sie zu stramm ist. ISt die Kette zu locker, besteht die Gefahr, dass sie das Ritzel "Hinaufläuft" und das Hinterrad zum Blockieren bringt - spätestens bei hohem Tempo lebensgefährlich.
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Allzeit Gute Fahrt
Udo
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